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Privatstiftung mobilisiert Ideen: Gefangensein für Polytechnische Schule Knittelfeld kein historischer Einzelfall

Poly gefangen sein

Mit einer wahren Flut von kreativen Ideen bringt sich die Polytechnische Schule Knittel-feld in das rund um die Ausstellung über das ehemalige Kriegsgefangenenlager in der Knittelfelder Neustadt laufende Schülerprojekt ein. „Geschlossene Gesellschaft“ - aus diesem Titel leiten Mädchen und Burschen des „Poly“ eine Reihe von Assoziationen ab, die durch Jahrzehnte nichts an Aktualität eingebüßt haben. Als eine von fünf Pflichtschulen des Knittel-felder Bezirks werden sie auf dem Gelände des Golfsplatzes in Spielberg ihre Eindrücke und Empfindungen in bildnerischer Form der Öffentlichkeit präsentieren und deutlich machen, daß „Gefangenschaft“ nicht nur die Folge eines Krieges sein kann.


Dazu wird seit Wochen gehämmert, gezimmert und gebastelt. „Die Auseinandersetzung mit dem Phänomen des Gefangenseins hat bei unseren Schülern eine Fülle von Ideen entfalten lassen“, so Schulleiterin Dagmar Steinegger, mit der die Pädagoginnen Anna-Maria Wilding, Barbara Pinzker-Lanz und Waltraud Schlaffer das Schulprojekt begleiten. Finanzielle Unterstützung dafür kommt von der Knittelfelder Sparkassen-Stiftung, die mit ihrem Geldfluß die Umsetzung der Projekte möglich macht. Immerhin gilt es, Baustoffe, Materialien und andere Utensilien zu finanzieren. „Wir haben uns gerne als Generalsponsor für alle teilnehmenden Schulen eingebracht“, stellte Stiftungsvorstand Herbert Aigelsperger vor wenigen Tagen bei der Übergabe des Förderungsbetrages fest. Das Foyer der Poly-technische Schule in der Knittelfelder Leitnerstrasse ist mittlerweile zu einer echten Holz-werkstätte mutiert. Hier entsteht ein Holzgefängnis, mit dem das Gefühl des Gefangenseins emotional erlebbar gemacht wird. Auf dem Freigelände des Golfplatzes werden die Besucher der Ausstellung ab 4. Juni die Gelegenheit haben, in diese beklemmende Gefühlssituation einzutauchen: „Wir versuchen mit diesem Projekt, Gefangensein erlebbar und be-schreibbar zu machen“, so Pädagogin Anna-Maria Wilding.


Dass Gefangenschaft aber nicht nur in einem Lager erlebbar ist, sondern durchaus den Alltag der modernen Gesellschaft begleitet, soll eine weitere Projektarbeit deutlich machen. „Uns ist aufgefallen, daß wir tagtäglich von vielen Dingen abhängig geworden sind“, erzählt eine Schülerin der Polytechnischen Anstalt. Gemeint sind scheinbar banale Dinge wie Handys, Schmink-Utensilien oder Klamotten, Computerspiele, Alkohol und Zigaretten. Demonstriert wird diese Abhängigkeit durch eine lange Eisenkette, an der diese - scheinbar unverzichtbaren - Wegbegleiter aufgehängt werden sollen.

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