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Androsch roch den Braten, Kovats nicht: Anschaulicher Finanzunterricht durch Knittelfelder Sparkassen-Stiftung

lets make money

Geld bedeutet in unserer heutigen Gesellschaft sehr viel. Ohne Geld kann man fast nicht leben, jeder besitzt es und hortet es auf Banken. Doch Geld liegt nicht einfach nur auf einem Konto. Der österreichische Dokumentarfilmer Erwin Wagenhofer hat mit seinem Streifen „Let’s make money“ mit einer Unwahrheit aufgeräumt - jener nämlich, daß „Geld arbeitet“. Geld kann nur das tun, was Menschen mit ihm machen. Die Finanz- und Wirtschafts-krise, die in diesen Tagen weltweit um sich greift, läßt hautnah spüren, was tatsächlich mit Geld in den letzten Jahren und Jahrzehnten gemacht wurde. Jungen Menschen einen Einblick in diese verzerrte, oftmals schon pervertierte Finanzwelt zu geben, hatten sich die Verantwortungsträger der Knittelfelder Privatstiftung vorgenommen und die diesjährigen Abgänger der Höher Bildenden Schulen des Aichfeldes zu einem Besuch des Streifens „Let’s make money“ im Fohnsdorfer Diesel-Kino eingeladen. „Das ist Finanzunterricht in anschau-lichster und verständlicher Weise“, so die beiden Stiftungsvorstände Herbert Aigelsperger und Fritz Kaufmann, die weit über 60 Jugendliche zu dieser „Extra-Aufführung“ des Dokumentar-films, für den der Österreicher Erwin Wagenhofer Investmentbanker und Fondsmanager über mehrere Jahre durch die oft undurchsichtige Finanzwelt begleitete. Sein ernüchterndes Fazit: Alle haben die Krise kommen sehen - nur hat es keinen interessiert, solange die Rendite stimmte. „Let’s make Money“ folgt dem Weg des Geldes, dorthin wo spanische Bauarbeiter, afrikanische Bauern oder indische Arbeiter dieses Geld vermehren und selbst bettelarm bleiben. Der Film zeigt die gefeierten Fondsmanager, die das Geld ihrer Kunden jeden Tag aufs Neue anlegen. Zu sehen sind Unternehmer, die zum Wohle ihrer Aktionäre ein fremdes Land abgrasen, solange die Löhne und Steuern niedrig und die Umwelt egal ist.


Dabei hat der Streifen einen interessanten regionalen Bezug: Auch der Eigentümer des Spielberger ATB-Motorenwerkes Mirko Kovats gehörte zur Gruppe der begleiteten Investoren. Ihn hatte er solange begleitet, bis er die richtigen Sätze serviert bekam. „Hier schreit keiner nach der Gewerkschaft. Hier ist Selbsthilfe angesagt.“ Das Statement stammt von Kovats, der sein Werk in Indien inspiziert. Als er erfährt, dass ein indischer Hilfsarbeiter 200 Euro im Monate verdient, meint er: „Man kann es sich nicht leisten, großzügig zu sein.“ Das sind die Momente, in denen der Film tatsächlich wirtschaftliche Aussagekraft hat. Nämlich: Wenn bei einem Manager die Selbstherrlichkeit und der Geltungsdrang größer sind als der Verstand, sollte man sein Geld woanders investieren. „Kovats war eitel genug, um mitzumachen“, erzählt Wagenhofer etwas höhnisch. Lieber hätte er AT&S-Eigentümer Androsch vorgeführt, der scheinbar jedoch den „Braten gerochen hatte“ und auf ein „Film-Engagement“ verzichtete.

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