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Kunstschaffen Seckauer Schüler durch Privatstiftung gefördert: Holzskulpturen als Ausdruck menschlicher Gefühle

Seckau

Kaum ein Werkstoff eignet sich so sehr, Emotionen auszudrucken, wie das Holz. Seine Farbe, seine Maserung, seine Struktur - all das bietet die Natur, um Empfindungen nachzustellen und das Innerste der Seele nach außen zu kehren. Dass die unmittelbare Nähe des Bene-diktinerklosters der Kreativität der Seckauer Hauptschüler noch einen zusätzlichen Touch vermittelt, kann dabei durchaus seine Richtigkeit haben. Jedenfalls ist der „Geist des Bene-dikt“ in den Holzskulpturen buchstäblich zu erfühlen, die von den Burschen der dritten Klasse geschaffen wurden. Die jungen Künstler haben damit einen außergewöhnlichen Beitrag im bezirksweiten Schulprojekt zur Knittelfelder „Neustadt-Ausstellung“ geleistet, das an die Existenz des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers auf den Zeilinger-Gründen erinnert.


Die Auseinandersetzung mit all den menschlichen Niederungen, die mit Gefangenschaft, Entrechtung, Heimatlosigkeit und Erniedrigung verbunden sind, hat die Seckauer Hauptschule in einem einzigartigen Projekt aufgearbeitet, an dessen Ende faszinierende Schöpfungen aus Holz stehen. Skulpturen, die die gesamte Bandbreite des Elends aufzeigen, zu denen Krieg und Gefangenschaft führen. Im Deutsch-Unterricht hatte alles begonnen: „In Erzählungen und Texten haben wir Worte gesucht, die menschliches Schicksal verdeutlichen“, erläutert Friedrich Puster, der die pädagogische Projektbetreuung übernommen hatte. Begriffe wie „geschunden“, „gedemütigt“, „gequält“ oder „heimatlos“ standen schließlich als verbale Symbole bereit, um als Empfindungen ins Holz verarbeitet zu werden. Eine kün-stlerisch höchst anspruchsvolle Aufgabe, der sich die Seckauer Hauptschüler mit größter Intensität gewidmet haben und außerhalb des Unterrichts an die Umsetzung gingen. Entstanden sind dabei Holzplastiken mit einer Höhe bis zu 70 Zentimetern, die die Gefühls-welt des Betrachters in Bewegung bringen.


Auf der Suche nach historischen Spuren waren die Hauptschüler auch in der Seckauer Heimatgeschichte fündig geworden. Russische Offiziere waren von den „normalen“ Gefan-genen getrennt worden und hatten im „Hofwirt“ unterkunft gefunden. Diese Tatsache er-öffnete den Schülern die Tür zu einer geistigen Auseinandersetzung mit dieser Thematik. Eigendynamik folgte und damit ein engagiertes Arbeiten im schulischen Werkraum. „Herz, Hirn und Hand manifestieren sich in den Arbeiten“, so das Urteil von Stiftungsvorstand Fritz Kaufmann, der als Vertreter der Sparkassen-Privatstiftung der Hauptschule Seckau eine nam-hafte Förderung für die künstlerische Umsetzung ihres Projektes überreichte.

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